15.01.2011

Ägypten: Christenmörder zum Tode verurteilt

Ein Jahr nach den Todesschüssen auf koptische Christen in Ägypten ist der Hauptangeklagte am Sonntag zum Tode verurteilt worden. Der muslimische Fanatiker Mohamed Hassan hatte nach der Weihnachtsmesse das Feuer auf die Gläubigen eröffnet.

Ägypten: Christenmörder zum Tode verurteilt

 

Ein Jahr nach den Todesschüssen auf koptische Christen in Ägypten ist der

Hauptangeklagte am Sonntag zum Tode verurteilt worden. Der muslimische

Fanatiker Mohamed Hassan hatte nach der Weihnachtsmesse das Feuer auf die

Gläubigen eröffnet.

 

Gnade ließ das Gericht bei Mohamed Hassan nicht walten. Der Fanatiker ist
zum Tode verurteilt.

16.01.2011  - Sechs junge Christen und ein muslimischer Polizist wurden im
oberägyptischen Naga Hammadi getötet.Mit Hassan stehen noch zwei weitere
Angeklagte vor Gericht. In ihren Fällen soll am 20. Februar das Urteil
verkündet werden. Das Todesurteil gegen Hassan ist noch nicht rechtskräftig.
Es muss noch vom ägyptischen Großmufti gebilligt werden. Eine endgültige
Entscheidung wird ebenfalls am 20. Februar erwartet.

Der Prozess gegen die Extremisten war bereits vor knapp einem Jahr eröffnet,
aber - zum Ärger der christlichen Gemeinde - mehrfach verschoben worden.
Nach offiziellen Angaben sind zwischen 10 und 15 Prozent der Ägypter
Christen. Die Spannungen zwischen radikalen Muslimen und koptischen Christen
haben seit dem blutigen Anschlag auf eine Kirche in Alexandria erheblich
zugenommen. Dabei waren in der Silvesternacht 23 Menschen getötet und mehr
als 100 verletzt worden. (pro/dpa)



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