01.07.2011
Deutschland: Rat der Religionen in Bonn gegründet
In Bonn hat sich ein Rat der Religionen gegründet. Ihm gehören Vertreter der christlichen Kirchen, der jüdischen Synagogengemeinde, des Rates der Muslime, der Buddhisten und des Bahai-Forums an, wie das katholische Stadtdekanat am Freitag in Bonn mitteilte. Den Vorsitz beim ersten Treffen am Donnerstagabend führte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD). Der Rat solle die Verständigung zwischen den Religionen fördern und sich für ein friedliches Miteinander in der Bundesstadt einsetzen, hieß es. Darüber hinaus solle er dazu beitragen, die Kenntnisse über Religionen in der Bevölkerung zu vertiefen und den interreligiösen Dialog zu stärken. In der Gründungserklärung lehnt der Rat außerdem „religiösen Extremismus und Fanatismus entschieden ab“. Weiter sprechen sich die Religionsvertreter dafür aus, eine Kommunikationsplattform zu schaffen und den Austausch untereinander zu intensivieren. Der Rat war auf Initiative des katholischen Stadtdechanten Wilfried Schumacher und des evangelischen Superintendenten Eckart Wüster entstanden. Er soll den Angaben zufolge zwei Mal im Jahr tagen und die in Bonn beheimateten Religionsgemeinschaften widerspiegeln.
domradio/kna