14.07.2011

Horn von Afrika: Hungerhilfe: Benachteiligung gegenüber Muslimen?

Hungerhilfe am Horn von Afrika: Christen vernachlässigt? Hilfswerk Barnabas Fund befürchtet Benachteiligung gegenüber Muslimen

Horn von Afrika: Hungerhilfe: Benachteiligung gegenüber Muslimen?

Hungerhilfe am Horn von Afrika: Christen vernachlässigt?

Hilfswerk Barnabas Fund befürchtet Benachteiligung gegenüber Muslimen

 

Nairobi (idea) – Bei der Hungerhilfe am Horn von Afrika könnten Christen vernachlässigt werden. Diese Gefahr sieht das christliche Hilfswerk Barnabas Fund (Pewsey/Südwestengland), das sich für unterdrückte Christen in islamischen Ländern einsetzt. Kenianische Kirchenleiter hätten die Sorge geäußert, dass Christen, die in mehreren betroffenen Ländern winzige Minderheiten unter Muslimen bilden, aus der internationalen Nothilfe „herausfallen“ und bei der Lebensmittelverteilung benachteiligt werden. Ähnliches habe man bereits bei der Flutkatastrophe in Pakistan im vergangenen Jahr erlebt, so Barnabas Fund. Das Hilfswerk setzt seine Nahrungsmittelhilfe gezielt unter betroffenen Christen ein. Sie leiden nicht nur unter den Folgen der größten Dürre seit 60 Jahren in der Region, sondern gehören auch oft zu den ärmsten Schichten. Lebensmittelpreise sind seit März in der Region um 60 bis 100 Prozent gestiegen.

Über zehn Millionen Menschen vom Verhungern bedroht

Mehr als zehn Millionen Menschen sind vor allem in Somalia, Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Uganda vom Verhungern bedroht; davon sind etwa ein Drittel Kinder. Tausende fliehen auf der Suche nach Nahrung und Wasser. In hoffnungslos überfüllten Flüchtlingslagern - etwa im kenianischen Dadaab - herrschen chaotische Zustände. Rund 500 Millionen US-Dollar (358 Millionen Euro) sind nach UN-Schätzungen bis Ende des Jahres zur ersten Linderung der Katastrophe nötig. Auch christliche Organisationen eilen zur Hilfe. So versorgt die deutsche Kindernothilfe (Duisburg) mit ihrer Partnerorganisation humedica (Kaufbeuren) über 12.000 Kinder und Erwachsene nahe der Stadt Jijiga im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet. Das fünfköpfige humedica-Team ist seit dem 13. Juli vor Ort.