29.07.2011

Kasachstan: „Eine Nation, eine Religion“?

Der Kasachische Präsident Nursultan Nazarbaev hat eine verstärkte Überwachung der Religionsgemeinschaften gefordert. Zuvor hatte der Leiter der neu geschaffenen Behörde für religiöse Angelegenheiten erklärt, dass sich das Land für den Grundsatz „Eine Nation - eine Religion“ entschieden hätte und dass seine Behörde „ein Konzept zur Entwicklung eines gemäßigten Islam in Kasachstan“ erstellen würde. Dies erinnert an die Forderung des Moslemrats, die Hanafi Schule des Islam zur einzig erlaubten Richtung des Islam zu erklären. Es ist zu befürchten, dass die neu geschaffene Behörde für religiöse Angelegenheiten Gesetze ausarbeiten wird, durch welche die Religions- bzw. Glaubensfreiheit im Land noch weiter beschnitten wird. Ein Rechtsexperte meint, dass die bereits erfolgten Änderungen des Strafgesetzbuchs und Verwaltungsgesetzbuchs den staatlichen Stellen mehr Rechte geben, die Religionsfreiheit ungestraft einzuschränken. 

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo

Deutsche Fassung: AK Religionsfreiheit der Österreichischen Evangelischen Allianz