29.03.2011
Ägypten: Koptinnen sind spurlos verschwanden
Mamduh Ramzy, der Rechtsanwalt seiner Heiligkeit Papstes Schenuda III und der koptische Menschenrechtler, registriert die Namen der entführten Koptinnen, seitdem die sogenannten Salafisten die Straßen Ägyptens zu ihrem Revier gemacht haben
Ägypten: Koptinnen sind spurlos verschwanden
Mamduh Ramzy, der Rechtsanwalt seiner Heiligkeit Papstes Schenuda III und der koptische Menschenrechtler, registriert die Namen der entführten Koptinnen, seitdem die sogenannten Salafisten die Straßen Ägyptens zu ihrem Revier gemacht haben
Herr Ramzy meint: „Viele koptische junge Koptinnen sind spurlos verschwanden, von denen keiner bis jetzt etwas weiß. Das geschieht nach der Bekanntgabe des salafistischen Programms, welches alles ablehnt, was mit der Ideologie der Salafisten nicht übereinstimmt. Das Militär soll die Versuche der Salafisten unterbinden, welche die Kopten Ägyptens in Gefahr bringen und die Zivilisation maßstäblich gefährden. Zum Beispiel drohen sie damit, am heutigen Dienstag jede Frau zu züchtigen, die geschminkt oder kein Kopftuch trägt, was für die Frauen auch gilt, die kein schariatisches Kopftuch tragen. In den vergangen Jahren wurden die koptischen Frauen und Mädchen nicht nur belästigt, weil ihre Köpfe unverhüllt sind, sondern geohrfeigt, geschlagen und mit Säuren besprüht. Das Militär muss scharf dagegen vorgehen“.
= Ibrahim Fakhry Mounir, der koptische Aktivist: „Am vorigen Samstag, dem 26. März 2011, wurde die 17-jährige Mona Abdou Rezkalla entführt, als sie nach dem Bibelkreis heimging. Mit zwei ihrer Freundinnen verließ sie um 19:30 die Kirche des Heiligen Georg in dem Dorf Zarajeb Deir Elmoharak (bei Koseya – Bundesland Assyot). Irgendwann trennten sich die Weg der drei Freundinnen. Auf Mona warteten zwei Männer in einem Toktok (mit dem der Gaddafi herumfuhr). Der eine war als Frau Verkleidet, die nach ihrer Hand bat, um von diesem bedeckten Motorrad aussteigen zu können. Als sie ihm die Hand reichte, schnappte er sie und betäubte sie mit einer Sprühdose“ – „Ein Tag zuvor wurde die 21-jährige Koptin Olfat Schohdy in Ezbet Elbouss bei Naag Hamady (Bundesland Kena) entführt“.
= Das ägyptische Zentrum für Frauenrechte erhielt viele Hilfeschreie unzähliger Frauen aus allen Bundesländern. Sie wurden von den Salafisten bedroht, nach der Scharia gezüchtigt zu werden, wenn sie sich nicht islamisch kleiden und auf Schminke verzichten. Betroffen davon sind sowohl Koptinnen als auch liberale Musliminnen. Die am meisten von dieser Gefahr bedroht werden, sind die berufstätigen Frauen und die jungen Frauen, die zur Uni oder Schule gehen müssen und nicht zu Hause bleiben können. Die Menschenrechtler lehnen diesen Terror im Namen der Religion und die Erhebung über die Justiz und Gesetze ab. Sie fordern das Militär auf, umgehend diese bedrohliche Wende in Ägypten zu stoppen. Dabei wurde verurteilt, wie die Salafisten den Kopten Aiman Metry folterten und ihm das rechte Ohr abschnitten, was sich in verschiedenen Bundesländern ereignete. Die Opfer sind ausschließlich Kopten!
= Adel Fakhry Daniel ist der Obmann der Elestikama-Partei (Aufrichtigkeit – unter Gründung). Er gab bekannt, von vertrauenswürdigen Quellen informiert zu werden, dass die Offiziere des ägyptischen Sicherheitsdienstes eine Demo organisieren, um die Frauen zu terrorisieren, die geschminkt und ohne Kopftuch auf die Straße laufen. Sie benutzen dabei die bärtigen Moslems, die sich Salafisten nennen, und lassen sie auf jene Frauen los, welche jede dieser „freizügigen“ Frauen züchtigen werden. Das Ziel: Ägypten in einen Iran zu verwandeln."
Quelle: koptisch.wordpress.com