02.05.2011
Deutschland: Kirchen kritisieren Sportdirektor des 1. FC Köln
ACK: Volker Finke hat Ex-Trainer Frank Schaefer „diffamiert"
Deutschland: Kirchen kritisieren Sportdirektor des 1. FC Köln
ACK: Volker Finke hat Ex-Trainer Frank Schaefer „diffamiert"
Köln (idea) – Im Konflikt um den Ende April zurückgetretenen Trainer des 1. FC Köln, Frank Schaefer, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köln zu Wort gemeldet. Der Sportdirektor und heutige Trainer des Bundesliga-Fußballclubs, Volker Finke, hatte sich vor Schaefers Rücktritt gegenüber Journalisten kritisch zu dessen christlichem Glauben geäußert. In der Baptistengemeinde, zu der Schaefer gehört, werde nicht „irgendein protestantischer Glaube“ vertreten, zitiert der Kölner Stadtanzeiger den Sportdirektor. Es sei eine Gemeinde „mit Missionsauftrag und Erwachsenentaufe, das ganze Programm“. Der Vorsitzende des Kölner ACK, der katholische Dechant Rainer Fischer, richtete dazu am 29. April einen Offenen Brief an den Kölner Stadtanzeiger. Schaefer sei „wegen seiner religiösen Beheimatung in einer Kölner Baptistengemeinde von Sportdirektor Volker Finke diffamiert und diskriminiert worden“, heißt es darin.
Mission ein Auftrag jeder Kirche
Offenbar wolle der Sportdirektor Schaefer dadurch diskreditieren, dass er die Baptistengemeinde als Sekte hinstelle. Dies sei aber in mehrfacher Hinsicht abwegig: Die Baptisten seien keine Sekte, sondern eine evangelische Freikirche. Der Missionsauftrag gehöre selbstverständlich zur Identität und zum Auftrag jeder Kirche. „Drittens wird nicht nur in den Baptistengemeinden die Erwachsenentaufe, die in der alten Kirche die Regel darstellt, gespendet, sondern selbstverständlich auch in den Großkirchen.“ Der ACK-Vorstand weise daher die Intention der Äußerungen Finkes mit Entschiedenheit zurück, schreibt Fischer.