06.05.2011

Kasachstan: Staatliches Antisektenzentren eingerichtet

Der Präsident von Kasachstan, Nursultan Nazarbaev und der Bürgermeister der kommerziellen Hauptstadt Almaty haben kürzlich eine verstärkte Kontrolle von nicht namentlich genannten Religionsgemeinschaften gefordert, welche sie als "Sekten" bezeichnen. Diese Forderung kommt zu einer Zeit, in der kleinere Religionsgemeinschaften verstärkten Druck, unter anderem in Form von Razzien erleben. 

Im Zuge der Maßnahmen gegen religiöse Minderheiten wurden sogenannte Antisektenzentren eingerichtet, die vom Staat finanziert werden. Mitglieder zahlreicher Religionsgemeinschaften beklagen, dass diese durch Veröffentlichungen in den landesweiten und lokalen Medien die öffentliche Feindseligkeit gegenüber religiösen Minderheiten fördern. Bisher waren von der Berichterstattung dieser Art neben protestantischen Christen auch Zeugen Jehovas und Anhänger der Hare Krischna Bewegung betroffen. Diese werden ohne Unterscheidung als "destruktive religiöse Bewegungen" bezeichnet. Es wird befürchtet, dass die Antisektenkampagne die Bürger auf die Verabschiedung neuer Gesetze zur weiteren Einschränkung der Religionsfreiheit vorbereiten soll.

Quelle: Forum 18