11.05.2011

Syrien: Christen werden bedroht

– entweder mit protestieren oder das Land verlassen!

Syrien: Christen werden bedroht

– entweder mit protestieren oder das Land verlassen!

 

AKREF/pm - 11.5.2011 - wie der Barnabas Fund berichtet, werden neuerdings die Angehörigen der christlichen Minderheit in Syrien verstärkt unter Druck gesetzt. Ihnen wird gedroht, entweder an den Protestaktionen gegen den Präsidenten Baschar Al Assad und seine Regierung sich zu beteiligen, d.h. sich für ein neues Syrien einzusetzen, sonst würden sie vertrieben. 

Traditionell haben die christlichen Kirchen mit Blick auf den Gesamt arabischen Raum relativ große Freiheiten in Syrien unter dem Despoten Baschar Al Assad gehabt. Es ist auch Teil seiner Strategie gewesen, die Minderheiten zu pflegen, weil er sonst es noch schwieriger gehabt hätte, die sunnitischen Mehrheit im Land unter Kontrolle zu halten. Die säkulare Bathistenregierung ist schon länger ein Dorn im Auge der Islamisten. Die Aufstände in Syrien haben viel deutlicher islamistische Züge, als das, was in Ägypten, Algerien und Tunesien zu erkennen war.

In einem Brief an kirchliche Führungskräfte im Westen hat ein kirchlicher Führer Syriens appelliert: „bittet die politische Führungsriege um echte Entwicklung, aber fördert nicht Revolutionen“. Viele befürchten, dass in einem Land Syrien nach Al Assad Chaos wie im Irak entstehen könnte, nur Christen leichte Beute für Islamisten und kriminelle würden.

Die Christen in Syrien zählen etwa 10 % der Bevölkerung. Sie haben weit gehende Kultusfreiheit, aber der Übertritt zum Christentum vom Islam ist gesetzlich verboten. Es sieht nicht so aus, dass demokratische Kräfte sich bei diesen Protesten durchsetzen könnten.