17.05.2011

Ägypten: Christen weiter in der Schusslinie

Die allgemeine Unruhe in Ägypten wird von vielen Extremisten genutzt, meint Daniel Ottenberg, zu den jüngsten Vorfällen in Ägypten.

Ägypten: Christen weiter in der Schusslinie

Die allgemeine Unruhe in Ägypten wird von vielen Extremisten genutzt, meint Daniel Ottenberg, zu den jüngsten Vorfällen in Ägypten.

 

In Ägypten stehen Christen immer wieder in der Schusslinie. Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde am Wochenende eine Dauerdemonstration christlicher Kopten in Kairo durch gewalttätige Anwohner angegriffen. Bei den anschließenden Straßenschlachten sollen 78 Personen verletzt worden sein.

Von diesen Zahlen berichteten ägyptische Medien in Kairo unter Berufung auf Quellen im Gesundheitsministerium. Die Kopten demonstrieren seit einer Woche mit einer Sitzblockade vor einem Fernsehgebäude am Nil-Ufer. Die Gruppe verlangt einen besseren Schutz ihrer Kirchen, nachdem radikale Muslime am vergangenen Wochenende zwei Gotteshäuser im Kairoer Armen-Viertel Imbaba angegriffen und in Brand gesteckt hatten. Bei diesen Zusammenstößen waren 15 Menschen getötet und 240 weitere verletzt worden.