19.05.2011

Syrien: "Insel des Horrors "

AKREF/un "Syrien hat sich in eine Insel des Horrors verwandelt. Er ist eine einzige große Kaserne in allen Provinzen. Vor allem aber in Damaskus und Aleppo", beschreibt Ayad Eissa, ein syrischer Journalist die Lage. "Die Sicherheitskräfte besetzten jede Gasse. "Sie gehen gegen jeden vor, der eine vom Regime abweichende Meinung hat. Sie setzten Todesschwadronen ein, die keiner kennt", erzählt er. Besonders dramatisch sei die Lage in der südsyrischen Stadt Deraa, wo gerade dieses Woche ein Massengrab mit 28 Leichen entdeckt wurde. Das Militär hat sich inzwischen aus der Stadt zurückgezogen, hat den Ort aber weiträumig umstellt. "Was in Deraa passiert, das ist ein echtes Massaker. Wenn die Belagerung einmal vorbei ist, wird die Welt Unglaubliches entdecken."

Die taz schreibt: "Es gebe viele Syrer, die nicht das Regime unterstützen, aber Angst vor einer unbekannten Zukunft hätten. Das beträfe vor allem die religiösen Minderheiten, unter denen das Regime Angst vor einem Bürgerkrieg, ähnlich wie im Irak, geschürt habe. " Auch die Christen in Syrien sind in großer Bedrängnis und bedürfen unserer Fürbitte.

Quelle: www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/eine-insel-des-horrors/