21.05.2011

Oman: Muslimisches Land will religiöse Toleranz

Stuttgart/Maskat (idea) – Das Sultanat Oman ist offen für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen.

Dazu gehören etwa Muslime, Christen und Hindus wie auch Atheisten, betonte Religionsminister Scheich Abdullah al-Salimi (Maskat) bei einer Begegnung mit dem württembergischen Landesbischof Frank Otfried July in Stuttgart. Oman hat als erstes Land in der arabischen Welt ein „Ministerium für religiöse Angelegenheiten“ eingerichtet, das für alle Religionen im Land verantwortlich ist. Von den etwa 2,5 Millionen Einwohnern sind etwa 89 Prozent Muslime, sieben Prozent Hindus und 2,7 Prozent Christen. Die übrigen sind Buddhisten und Ahnhänger anderer Religionen. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung zählt zur muslimischen Glaubensrichtung des Ibadismus. Ihr gehört auch das Herrscherhaus an. Der Minister hatte in Tübingen an einem Kongress über den Ibadismus teilgenommen. Der Scheich lud den Landesbischof zu einem Besuch in seinem Heimatland ein.