23.05.2011
Deutschland: Unterstützung für Muslime
Rheinland-pfälzische Regierung überwiegend katholisch
Mainz (idea) – Das neue Kabinett des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) besteht überwiegend aus katholischen Ministern. Außer Beck gehören der katholischen Kirche an: Kultusministerin Doris Ahnen (SPD), Familienministerin Irene Alt (Grüne), Sozialministerin Malu Dreyer (SPD), Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) und Innenminister Roger Lewentz (SPD). Keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit machen die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sowie Finanzminister Carsten Kühl (SPD), Justizminister Jochen Hartloff (SPD), der Chef der Staatskanzlei, Martin Stadelmaier (SPD), und die Bevollmächtigte des Landes beim Bund und in Europa, Margit Conrad (SPD). Von den vier Millionen Einwohnern in Rheinland-Pfalz sind etwa 46 Prozent katholisch und 31 Prozent evangelisch; über 20 Prozent gehören keiner Kirche an.
Landesregierung fördert interreligiösen Dialog
Die Koalitionspartner SPD und Grüne wollen in den kommenden Monaten für einen interreligiösen Dialog werben und entsprechende Initiativen unterstützen. „Unser Leitbild von Gesellschaft ist offen und tolerant, geprägt von weltanschaulicher und gesellschaftlicher Vielfalt“, heißt es im Koalitionsvertrag. Der intensive Dialog mit den Kirchen zu gesellschaftspolitischen Fragen solle fortgesetzt werden. Die Muslime sollen staatliche Hilfen bei der Gründung von Religionsgemeinschaften erhalten. Der Status der Religionsgemeinschaft gilt als Voraussetzung für einen Rechtsanspruch auf Religionsunterricht an staatlichen Schulen und für eine Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.