25.05.2011

Ägypten: Risse im Bild der Einheit?

"Die tödlichen Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen sind eine Zerreißprobe für die neu entstehende, ägyptische Zivilgesellschaft: Hält die Einheit der Revolution? Oder scheitert das Experiment Freiheit an alten Streitigkeiten, neu angefacht durch Handlanger des alten Regimes?"

So Esther Saoub vom ARD-Hörfunkstudio in Kairo berichtet in der Tagesschau. Hier einige Auszüge daraus:

Aus dem ägyptischen Frühling ist ein Sommer geworden - äußerlich jedenfalls:

Doch die Unruhen vergehen nicht, sie nehmen dieser Tage zu. Das harmonische Bild von der großen Einheit der Revolution hat Risse bekommen. Sie verlaufen zwischen den sozialen und religiösen Gruppen des Landes. Seit dem Rücktritt von Ex-Präsident Hosni Mubarak gab es Anschläge auf drei Kirchen in Kairo und Umgebung. Viele Reformer haben inzwischen den Verdacht, dass diese scheinbare "Gegenrevolution" eine geplante Aktion ist, angeführt von Mitgliedern der inzwischen verbotenen Regierungspartei.

"Die Lage sei beunruhigend, sagt ein Professor für Augenheilkunde, der ebenfalls auf dem Tahrir für die nationale Einheit demonstriert: "Wir wissen nicht wohin wir gehen. Es gibt Aktionen gegen die Revolution und gegen das was wir wollten. Die Sicherheitskräfte sind abwesend. Alle Wege sind jetzt offen, die guten und die schlechten, aber wir wollen nicht den schlechten Weg einschlagen."

 ganzer Artikel unter: www.tagesschau.de/ausland/aegypten820.html