25.05.2011
Italien: Lega Nord will vorläufigen Baustopp für Moscheen
Der Islam wird wieder zum Wahlkampfthema in Italien: Die Regierungspartei Lega Nord will keine neuen Moscheen, bis es genaue Regeln für die Gebäude gibt. Zudem fordert sie ein Register für Imame.
In Italien sind Moscheen einmal mehr zum Wahlkampfthema aufgestiegen: Kurz vor der Stichwahl in Mailand zwischen Bürgermeisterin Letizia Moratti und dem Mitte-Links-Kandidaten Giuliano Pisapia warnt Premier Silvio Berlusconi vor Pisapias Plänen gewarnt, eine Moschee für islamische Einwanderer zu errichten. Auch die Lega Nord hatte vor einer Islamisierung Mailands gewarnt, sollte der Mitte-Links-Kandidat die Bürgermeisterwahlen gewinnen.
Um den Bau von weiteren Moscheen zumindest vorläufig zu stoppen, hat die rechtspopulistische Regierungspartei Lega Nord um Parteichef Umberto Bossi im Senat einen Gesetzentwurf eingereicht.
Und weiter heißt es bei diepresse.com:
Die italienische Bischofskonferenz CEI ist grundsätzlich nicht gegen den Bau von Moscheen. "Es besteht ein fundamentales Recht zur Religionsfreiheit. Moscheen sind nicht nur ein Ort für Gebete, sondern ein sozialer und kultureller Treffpunkt, der den Bedürfnissen der islamischen Gemeinschaft entspricht. Wichtig ist jedoch, dass die Aktivitäten in den Moscheen nicht der Verfassung und den italienischen Gesetzen widersprechen", erklärte CEI-Generalsekretär, Bischof Mariano Crociata.
Quelle: diepresse.com/Panorama/Religion