26.05.2011

Ägypten/Deutschland: Kauder: Lage der Christen bedenken

(AKREF/un) Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder, hat sich nach seinem zweitätigen Kairo-Besuch dafür ausgesprochen, dass bei den Hilfen der G-8-Staaten für die arabischen Länder Nordafrikas auch die Lage der Christen zu berücksichtigen sei.

Mit Blick auf das Treffen der G-8-Staaten am 26. und 27. Mai in Deauville in Frankreich sagte Kauder gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Finanzhilfen an Ägypten und andere arabische Staaten müssen an die Erwartung geknüpft werden, dass die Freiheit und die Sicherheit der Christen dort garantiert werden - nicht im Sinne einer Conditio sine qua non, aber als dringender Wunsch." Kauder kündigte Initiativen zur Unterstützung der Bildungssysteme in den nordafrikanischen Ländern an. " Kauder schlägt vor, für junge Ägypter in einen Zeitraum von drei Jahren ein Ausbildungsvisum einzuführen. Die ägyptischen Jugendlichen sollten dabei grundlegende Deutschkenntnisse besitzen. Nach ihrer Ausbildung in Deutschland sollten sie zum Aufbau ihres Landes wieder nach Ägypten zurückkehren.

Weiter äußerte sich Volker Kauder über die Christen in Ägypten: "Die koptischen Christen in Ägypten müssen sich heute eher mehr als früher Sorgen um ihre Sicherheit machen." In Ägypten herrsche nach dem Ende der Ära des Präsidenten Mubarak sicherheitspolitisch ein "Vakuum". Er habe die Sorge, dass diese unsichere Situation bis zu den Wahlen im Herbst fortdauern werde. Deshalb habe er seine islamischen Gesprächspartner aufgefordert, auch das Leben der koptischen Christen dort zu schützen."

Quelle: FAZ