29.05.2011
Iran: Neue Bahá‘í-Verfolgung
Am vergangenen Samstag kam es in mehreren Städten des Iran zu Übergriffen auf Anhänger der Bahá’í-
Religionsgemeinschaft. Die Razzien erfolgten in 30 Wohnungen und Häusern in den Städten Teheran, Karaj, Isfahan und Schiras. Etwa 14 Personen wurden in Haft genommen, die sich im Bahá’í Institute for Higher Education (BIHE) engagierten. Das Institut ist eine Fernuniversität, die jungen Bahá’í Zugang zu höherer Bildung ermöglicht, nachdem die iranische Regierung den Bahá’í das Menschenrecht auf Bildung an Universitäten systematisch verwehrt.
Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Bahá’í-Gemeinde Deutschland für Menschenrechtsfragen, erklärt dazu: „Wir erachten das Institut als eine bemerkenswert kreative und gewaltlose Antwort auf den fortwährenden Versuch der iranischen Regierung, die Entwicklung der iranischen Bahá’í-Gemeinde zu ersticken. Umso schmerzlicher sind diese neuesten Razzien, die eine weitere durch die Regierung orchestrierte Attacke auf das BIHE zu sein scheinen.“
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