01.11.2011
Algerien: Christen inhaftiert wegen „Evangelisation“
Am Samstag, den 29. Oktober 2011, wurden in einem Dorf nahe Bougous in der nordöstlichen El-Tarf-Provinz an der Grenze zu Tunesien fünf Christen wegen diverser Vorwürfe festgenommen.
Schon einen Tag später, am Sonntag, den 3o. Oktober 2011, wurden sie bereits einem Richter vorgeführt, der die Anklagen wegen:
-Abhalten eines Gottesdienstes an einem „illegalen“ Ort,
-„Proselytenmacherei“ (Christen nennen das einfach: Evangelisation)
-„Beleidigung des Islam“
prüfen sollte. Die Monitorgruppe „International Christian Concern“ geht davon aus, dass weitere Anklagen und Haftgründe folgen werden.
Es wird davon ausgegangen, dass die Inhaftierten zur Protestanischen Kirche von Algerien (EPA) gehören. Dieser wurde im Juli 2011 nahegelegt, für alle ihre Gemeinden Registrierungsverfahren zur staatlichen Anerkennung zu beantragen. Seit einer Gesetzesänderung im Jahre 2006 ist diese für alle Nicht-Islamischen Glaubensgemeinschaften obligatorisch, die seitdem von staatlichen Behörden Genehmigungen zum Abhalten von Gottesdiensten erwerben müssen. Ebenso ist das „Registrieren“ von Gebäuden als Kirchen vorgeschrieben.
Ob und inwieweit die Anklagen zutreffen mögen, ist bislang nicht zu ermitteln. Sollten neue Fakten bekannt werden, werden wir diesen Artikel um die entsprechenden Passagen ergänzen.
Quelle: „BosNewsLife“ und gebetskreis.wordpress.com