30.11.2011
Deutschland:Tag der Menschenrechte: Christliche Hilfswerke starten „Palmenaktion“
Religionsfreiheit als Dünger für „Arabischen Frühling“
Deutschland:Tag der Menschenrechte: Christliche Hilfswerke starten „Palmenaktion“
Religionsfreiheit als Dünger für „Arabischen Frühling“
Schwäbisch Gmünd (idea) – Mit einer kleinen Palme werden in den nächsten Wochen rund 200 Führungskräfte in Politik, Kirche, Wirtschaft und Menschenrechtsorganisationen an ihre Mitverantwortung für die politische Entwicklung in Nordafrika und dem Nahen Osten erinnert. Die „Palmenaktion“ startet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Sie wurde bei einem Kongress über „Christenverfolgung heute“ Ende Oktober im Christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd beschlossen. Nach Ansicht der Teilnehmer, die mehr als 20 christliche Hilfswerke repräsentierten, droht der „Arabische Frühling“ zu erfrieren, wenn er nicht mit umfassender Religionsfreiheit verbunden wird. Das Recht jedes Menschen, seinen Glauben zu bekennen, zu praktizieren und auch zu wechseln, bilde „die entscheidende Grundlage für nachhaltige Veränderungen und stabile Demokratien“, heißt es in der Kongress-Erklärung. Bei den derzeitigen Umbrüchen in der arabischen Welt müsse deshalb besonderes Augenmerk auf den Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten gelegt werden. Allerdings habe es den Anschein, „als ob nur wenigen Akteuren bewusst ist, dass die mangelnde Religionsfreiheit eines der deutlichsten Kennzeichen fehlender Freiheit ist“. Deshalb vereinbarten die Kongressteilnehmer, die Erklärung Führungskräften persönlich zusammen mit der für die arabische Welt charakteristischen Palme zu überreichen. Zur Symbolik dieser Aktion gehöre auch, dass die Pflanze ohne ausreichenden Dünger eingehen werde, so wie der „Arabische Frühling“ ohne echte Demokratie im Chaos enden werde, erläuterte einer der Initiatoren, Kuno Kallnbach (Schwäbisch Gmünd) das Projekt. Nach seinen Angaben können weitere Führungskräfte mit einer Palme bedacht werden, sofern dafür weitere Spenden eingehen.