05.10.2011
Österreich: Dialogzentrum löst hitzige Debatte aus
Am 13. Oktober werden die Außenminister Saudiarabiens, Österreichs und Spaniens feierlich den Gründungsvertrag für das „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien unterzeichnen. Die neue internationale Organisation steht allen UN-Mitgliedern offen. Im „Aufsichtsrat“ sind alle großen Religionen vertreten. Der Vatikan entsendet seinen Islam-Spezialisten, Monsignore Khaled Akasheh.
Auf der ganzen Welt gibt es kaum ein anderes Land, das weniger Religionsfreiheit zulässt als Saudiarabien. Christen werden verfolgt, Gottesdienste können sie nur heimlich in Privathäusern feiern. Wer im Geburtsland des Propheten vom Islam abfällt, dem droht die Todesstrafe.
Dennoch stiftet nun ausgerechnet König Abdullah bin Abdulaziz al-Saud ein nach ihm benanntes „Internationales Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“. Und zwar in Wien. Am 13.Oktober sollen Saudiarabiens Außenminister, Prinz Saud al-Faisal, dessen spanische Amtskollegin Trinidad Jimenez und Gastgeber Michael Spindelegger im Marmorsaal der Albertina feierlich den Gründungsvertrag unterzeichnen. Das Forum ist als internationale Organisation angelegt, die allen UNO-Mitgliedern offensteht.
aus Die presse.com