20.10.2011
Somalia: Jugendlicher Christ geköpft
Islamische Terrorgruppe beobachtete seine Familie
Mogadischu (idea) – In Somalia ist ein 17-jähriger Christ enthauptet worden. Für die Bluttat wird die radikal-islamische Shabab-Miliz verantwortlich gemacht, die Teile des Landes am Horn von Afrika kontrolliert. Sie steht mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung und will Somalia von Christen „säubern“. Das Verbrechen an Guled Jama Muktar wurde bereits am 25. September in Deynile, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Mogadischu entfernt, verübt, aber erst jetzt durch einen Informanten des Informationsdienstes Compass Direct bekannt. Danach stand die Familie Muktar seit 2008 unter Beobachtung, als sie aus Kenia nach Somalia kam. Sie habe im Geheimen Bibelstunden in ihrem Haus abgehalten. Die Shabab-Kämpfer hätten den Jugendlichen im frühen Morgen umgebracht, als seine Eltern bereits außer Haus waren. Sie betreiben einen Marktstand in den Außenbezirken von Mogadischu. Nachbarn hätten die Familie informiert. Diese habe den Sohn schnellstens beerdigt und sei aus Furcht vor den Terroristen an einen unbekannten Ort geflohen. Die Shabab-Miliz bekämpft die somalische Übergangsregierung und strebt danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, im ganzen Land durchzusetzen. Es bedroht unter anderem den „Abfall“ vom Islam mit dem Tode. In diesem Jahr hat die Shabab-Miliz bereits drei Christen umgebracht; im vorigen Jahr waren es mindestens 15. In den vergangenen vier Jahren haben die schätzungsweise bis zu 7.000 Shabab-Kämpfer insgesamt mehr als 18.000 Zivilisten getötet. Die Miliz behindert auch humanitäre Hilfe für die Hungernden in Somalia. Weniger als ein Prozent der 8,7 Millionen Einwohner Somalias sind Christen, die übrigen meist Muslime.