06.09.2011
Nigeria: Im Schatten des Terrorismus
AKREF/un: Mindestens 14 Menschen kamen in der Umgebung von Jos, im Bundesstaates Plateau, in den vergangenen drei Tagen gewaltsam ums Leben. Mehrere Familien wurden von Hirten angegriffen, denen zuvor ihr Vieh gestohlen wurde. Bischof Ignatius Ayau Kaigama von Jos sagte: “Es handelt sich um eine Art Rache gegenüber denen, die man im Zusammenhang mit dem Viehdiebstahl verdächtigt. Die Tatsache, dass die meisten Viehzüchter in der Region Muslime sind, führt dazu, dass es auch eine religiöse Komponente gibt, was jedoch nicht der einzige Grund für die Gewalt ist.“
Einige Tage vorher wurden Muslime, von einer Gruppe überfallen, die sich selbst als christlich bezeichnete. “Ich weiß nicht wer diese Menschen sind und welcher Konfession sie angehören“, sagt Bischof Kaigama dazu. Die Sicherheitslage in Nigeria hat sich in jüngster Zeit sehr verschlechtert, besonders nach dem Attentat auf die Büros der Vereinten Nationen in der Landeshauptstadt Abuja, bei dem 23 Menschen starben. Zu dem Attentat bekannte sich die Boko Haram Sekte, die im Nordosten Nigerias angesiedelt ist und bisher noch nie in anderen Landesteilen aktiv war. “Es ist Aufgabe der Regierung und der Sicherheitsdienste herauszufinden, wer sich hinter diesen Attentaten wirklich verbirgt und bis wohin die Verbindungen derer reichen, die sie begangen haben. Der Staat muss eingreifen und wir sind zuversichtlich, dass er es tun wird“, so Bischof Kaigama.
Quelle: Fidesdienst