20.11.2020

Nicaragua: Hurrikan Iota stürzt Menschen ins Elend

Region um Peñas Blancas besonders schwer betroffen

Matagalpa (Fides) – "Wir bedauern zutiefst, was im Massiv von Peñas Blancas in der Gegend um La Dalia und Rancho Grande passiert ist. In diesem Moment versuchen unsere Priester in diesem Gebiet zu hlefen und wir stehen allen zur Seite, die betroffen sind. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten", so Bischof Rolando José Alvarez von Matagalpa (Nicaragua), wo der Hurrikan Iota schwere Schäden verursachte und 18 Menschen ums Leben kamen.
Aus der Gegend von Peñas Blancas berichten Zeugen von schrecklichen Szenen: Ein vom Hurrikan ausgelöster Erdrutsch erzeugte einen kilometerlangen, 200 Meter breiten Fluss aus Schlamm und Steinen, der alles auf seinem Weg mitriss.
Während der Gouverneur des Matagalpa-Departements, Pedro Haslam, am 17. November zunächst von Todesopfern sprach, gab er später bekannt, dass aufgrund eines Erdrutsches von gewaltigen Ausmaßen in einem Gebiet der Gemeinde Tuma La Dalia im Massiv von Peñas Blancas, weitere Menschen gestorben sind.
Wie aus einer vorläufigen Bilanz von Haslam gegenüber dem Fernsehsender "Canal Cuatro" hervorgeht, sollen 15 Personen als vermisst gegolten haben. Später haben Retter vier Leichen geborgen (eine Mutter mit drei Kindern) und vier Menschen lebend gefunden, während die Suche nach den anderen sieben Vermissten fortgesetzt wird.
Laut dem offiziellen Regierungsbericht forderte der Hurrikan Iota in Nicaragua mindestens sechs Tote und verursachte schwere materielle Schäden. Dies gab die nicaraguanische Vizepräsidentin Rosa Murillo bekannt. Der Hurrikan Nicaragua der Kategorie 5 stieß mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h auf Nicaragua. Die Rettungsarbeiten gingen bis zum gestrigen 19. November weiter.
(CE) (Fides 20/11/2020)