10.04.2012
Deutschland: Hamburger Demo wegen Pastor Youcef Nadarkhani
AKREF (Hamburg) Die Demonstration fand statt, berichtete uns Pastor M.C.Wolff, Gemeindeleiter aus der Christengemeinde Elim und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Orts-Allianz von Hamburg gegenüber AKREF Mitarbeitern.
Insgesamt etwa 500 Menschen waren dem Ruf gefolgt und machten sich bei nass-kaltem April-Wetter auf, um dem zum Tode verurteilten iranischen Pastor Youcef Nadarkhani (34) ihre Anteilnahme und Sympathie zu bekunden sowie seine Freilassung zu bewirken. Der Sonnabend vor Ostern war für die Kundgebung geplant. Es herrschte gute Stimmung und es wurden passende Beiträge geliefert. Es wurde für den im Gefängnis sitzenden christlichen Hauskirchenleiter Pastor Nadarkhani demonstriert. Über seinem Haupt schwebt immer noch das Todesurteil wegen angeblicher Blasphemie. Die Hamburger haben schon seit Monaten durch Demonstrationen, Mahnwachen und Lichterketten auf seinen Fall aufmerksam gemacht. Oft war auch das iranische Konsulat in der August-Bebel-Allee Treffpunkt der Mahnwachen. Am Sonnabend vor Ostern ging der Protestzug vom Hamburger Hauptbahnhof bis zum Rathausmarkt, wo eine Bühne bereit stand. Politiker wie Jürgen Klimke von der CDU; Politiker von der FDP und SPD; Vertreter der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM); der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg (ACKH), der Baptist Dietmar Lütz; Ulli Harraß vom NDR um nur einige zu nennen, waren mit dabei, so berichtet Pastor M.C.Wolff weiter. Grußbotschaften wurden vom Bundespräsidenten Joachim Gauck und dem Generalsekretär der CDU Deutschlands, Bundestagsabgeodneten Hermann Gröhe verlesen.
Immer wieder wurde bekundet, dass der unschuldig zum Tod verurteilte Geistliche nicht vergessen ist.
„Obwohl man sich noch mehr Beteiligung gewünscht hätte“, sagte der Hamburger Elim- Pastor, ist die Kundgebung insgesamt ein Erfolg gewesen. So ist nur zu hoffen, dass Pastor Nadarkhani endlich frei kommt!