10.06.2012
Palästinenser: Stärker mit verfolgten Christen identifizieren
Jahrestreffen von Open Doors: Betroffene brauchen Ermutigung und Beistand
Palästinenser: Stärker mit verfolgten Christen identifizieren
Jahrestreffen von Open Doors: Betroffene brauchen Ermutigung und Beistand
Kassel (idea) – Die Christen in Deutschland sollten sich stärker mit verfolgten Glaubensgeschwistern in aller Welt identifizieren. Dazu hat der Koordinator der palästinensischen und israelischen Bibelgesellschaften, Labib Madanat (Jerusalem), auf dem Jahrestreffen des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors Deutschland (Kelkheim bei Frankfurt am Main) am 9. Juni in Kassel aufgerufen. Vor den 940 Besuchern sagte Madanat: „Ob in Freiheit oder Verfolgung: Wir gehören alle zu dem einen Leib Jesu. Daher sind auch Christen in Deutschland Teil der verfolgten Gemeinde.“ Christen in den Palästinensergebieten und anderen Ländern benötigten dringend Ermutigung und Beistand von Bürgern, die in Freiheit lebten. Zugleich mahnte Madanat: „Wir sollten Muslime und jene, die uns Schmerz zufügen, nicht hassen. Wir sollten uns stattdessen am Wort Gottes orientieren, das von Vergebung selbst für Feinde spricht und mit der Liebe Jesu lieben.“ Laut Madanat leben unter den 4,5 Millionen Einwohnern in den Palästinensergebieten etwa 45.000 Christen, davon etwa 2.000 im Gazastreifen. Auch wenn die dortige Hamas-Regierung Christen nicht offensiv verfolge, laste ein hoher gesellschaftlicher Druck auf ihnen, zum Islam überzutreten. Weitere Gastredner kamen aus Ägypten und Pakistan. Der „Open Doors Tag“ unter dem Motto „Die Kraft der Ermutigung“ wurde per Livestream an fast 70 Orte in Deutschland übertragen. Das Hilfswerk unterstützt verfolgte Christen in über 50 Ländern, unter anderem mit Bibeln und Selbsthilfe-Projekten.
Anmerkung der AKREF-Redaktion aus dem Internet:
Labib Madanet studierte an der St.-Georgs-Schule in Jerusalem und Ahliyya Schule in Ramallah und Dirar Ibn Al-Azwar in Amman. Er ist in "Böden und Bewässerung" in Mosul in der Iraker Universität und später an der Jordan University ausgebildet. Von 1991 bis 1997 diente er als Pastor der Jerusalem Allianz Kirche und von 1993 bis 1997 arbeitete bei der Palästinensischen Bibelgesellschaft. Er ist derzeit der Koordinator der palästinensischen und israelischen Bibelgesellschaften.