12.03.2012

Pakistan: Diskriminierendes Notensystem für Christen

Extrapunkte für Muslime werden christlichen Studenten verwehrt

Pakistan: Diskriminierendes Notensystem für Christen

Extrapunkte für Muslime werden christlichen Studenten verwehrt

Aufgrund des diskriminierenden Notensystems in Pakistan, das allen muslimischen Studenten, die den Koran auswendig gelernt haben, zwanzig Extrapunkte erteilt, hat ein christlicher Student einen Studienplatz an der medizinischen Fakultät einer staatlichen Hochschule ganz knapp verpasst.

Haroon Arif aus Dera Ghazi Khan im Punjab erhielt sowohl in seinen Immatrikulationsprüfungen als auch in seinem Vordiplom die bestmöglichen Noten, doch sein Gesamtdurchschnitt war 0,0255% von der verlangten Mindestnote entfernt.

Haroon wandte ein, dass seine Kenntnisse der Bibel dem Wissen eines Muslims, der den Koran auswendig gelernt hatte, gleichkommen würden. Aus diesem Grund, so argumentierte er, hätte er ebenfalls Anspruch auf die zwanzig Zusatzpunkte, die seine Endergebnisse um etwa 2% steigern würden.

Er versuchte der Universität drei Zertifikate vorzulegen, die sein Bibelwissen bescheinigten, doch die Behörden wandten ein, dass sie über keine relevanten Richtlinien verfügten und so die Dokumente nicht annehmen könnten. Mohammad Atif, der Leiter für Öffentliche Angelegenheiten der Universität für Gesundheitswissenschaften, wo die Prüfungen durchführt wurden, gab zu: „Wir sind uns bewusst, dass dies gegen die Menschenrechte verstößt und Minderheiten dadurch marginalisiert werden. Wir haben dieses Verfahren ausgiebig diskutiert – doch wir richten uns nach den Anweisungen der Regierung.“

*  Beten wir, dass der Herr Haroons Weg nach diesem Rückschlag in seiner Ausbildung und Karriere recht leitet. Beten wir um ein Ende aller Diskriminierung gegen Christen und Angehörige anderer Minderheiten in Pakistan.

Quelle: Barnabasfund