03.04.2013
Pakistan: Zum Tode verurteilter Christ nach sieben Jahren frei
Christliche Menschenrechtler sprechen von einer Gebetserhörung
Pakistan: Zum Tode verurteilter Christ nach sieben Jahren frei
Christliche Menschenrechtler sprechen von einer Gebetserhörung
Lahore (idea) – Der in Pakistan zum Tode verurteilte Christ Younis Masih ist am 3. April auf Anordnung des Hohen Gerichtshofs in Lahore freigelassen worden. Das gab die christliche Menschenrechtsorganisation CLAAS (Lahore) bekannt. Der heute 40-jährige Vater von drei Kindern war am 30. Mai 2007 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden. Ein islamischer Geistlicher hatte ihm vorgeworfen, sich am 9. September 2005 gegenüber Teilnehmern einer religiösen Feier beleidigend über den islamischen Propheten Mohammed geäußert zu haben. Masih bestritt dies. Nach Angaben seiner Ehefrau hatte er gegen Mitternacht die Teilnehmer der Feier gebeten, ein weniger leiser zu singen, da er um seinen verstorbenen Neffen trauere. Daraufhin wurde der Christ tätlich angegriffen und am nächsten Tag wegen Blasphemie angezeigt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea hatten Masih im September 2007 als „Gefangenen des Monats“ benannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen. Die Menschenrechtsorganisation CLAAS dankte allen, die für den Inhaftierten gebetet haben: „Der Herr hat auf unsere Gebete nach sieben Jahren geantwortet. Gott sah das Leiden von Younis Masih im Gefängnis. Er sah den Kummer der Ehefrau und der Kinder von Younis und erhörte unsere anhaltenden Gebete.“ CLAAS kündigte an, den Christen an einen sicheren Ort zu bringen.