09.04.2013

EU:Religionsunterricht an Europäischen Schulen gekürzt

CSU-Politiker protestiert gegen „antichristliche Tendenzen“

EU:Religionsunterricht an Europäischen Schulen gekürzt

CSU-Politiker protestiert gegen „antichristliche Tendenzen“

Brüssel (idea) – Gegen massive Kürzungen des konfessionellen Religionsunterrichts an den Europäischen Schulen protestiert der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (Schwabach bei Nürnberg). Die EU hat in sieben Ländern 14 dieser Schulen eingerichtet, unter anderem in Frankfurt am Main, Karlsruhe und München. Insgesamt haben sie etwa 24.000 Schüler. Das höchste Entscheidungsgremium, der „Oberste Rat“, hat einschneidende Sparmaßnahmen beschlossen. Dadurch soll der konfessionelle Religionsunterricht drastisch eingeschränkt, in der Sekundarstufe teilweise komplett gestrichen werden. Eltern und Lehrkräfte haben daraufhin ein Hilfegesuch an Kastler gerichtet, der auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört. Für ihn ist es gerade angesichts der Wertekrise Europas „der vollkommen falsche Ansatz, am Religionsunterricht in den Europäischen Schulen zu sparen“. Er hat eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt und will das Thema auch auf die Tagesordnung der ZdK-Vollversammlung Ende April setzen lassen.

„Europas Wertefundament ist christlich“

Kastler verweist in einer Pressemitteilung auf die Europäische Charta der Grundrechte. Sie garantiere jeder Person „seine Religion oder Weltanschauung (…) durch Gottesdienst, Unterricht, Bräuche und Riten zu bekennen“. Die Satzung der Europaschulen gebe den Schülern ferner ein Anrecht auf Religionsunterricht in ihrer Muttersprache. Mit den geplanten Kürzungen macht Europa nach Kastlers Ansicht „klar, was ihm christliche Werte bedeuten - nämlich nahezu nichts!“ Dies sei ein neues, „trauriges Kapitel antichristlicher Tendenzen in den EU-Institutionen“. Der Politiker weiter: „Europas Wertefundament ist christlich - das muss auch in den Europaschulen gelehrt werden dürfen.“