30.04.2013

Deutschland: Farbbeutel gegen katholische Kirche

Anschlag von Linksautonomen gegen Hauptsitz der Pius-Bruderschaft

Deutschland: Farbbeutel gegen katholische Kirche

Anschlag von Linksautonomen gegen Hauptsitz der Pius-Bruderschaft

Stuttgart (idea) – Bei einem Anschlag auf eine Kirche in Stuttgart haben Linksautonome einen Sachschaden von rund 1.500 Euro verursacht. Sie warfen mehrere Farbbeutel gegen die katholische Kirche St. Maria Himmelfahrt, die Hauptsitz des deutschen Zweiges der Pius-Bruderschaft ist. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) bestätigte der Sprecher der Bruderschaft, Pater Andreas Steiner, den Vorfall in der Nacht vom 11. auf den 12. April, über den die örtliche Presse nicht berichtet hatte. In einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben wird der Anschlag damit begründet, dass in der Kirche „christlich-fundamentalistische, extrem antifeministische und rechte Ideologien untereinander ausgetauscht“ werden sollten. Laut Steiner fand in dem Kirchengebäude Mitte April eine Tagung zum Lebensschutz statt, bei der auch Abtreibungsgegner referierten. Die Farbbeutel trafen ein Ornament, das eines der zentralen Überzeugungen der Bruderschaft beschreibe: „Maria ist zum Himmel aufgefahren.“ Man habe bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Ermittlungen hätten bisher jedoch keine konkreten Tatverdächtigen ergeben. Die Bruderschaft zählt zum streng konservativen Teil der katholischen Kirche. Sie hatte sich 1988 aus Protest gegen die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils von „Rom“ abgespalten, indem sie ohne Billigung des Vatikans eigene Bischöfe weihte. In Stuttgart gehören ihr sechs Priester und zwei Brüder an.