09.12.2013

Deutschland: Christustag 2014 wird größter evangelischer Gottesdienst

20.000 Besucher erwartet – Bischof July hofft auf überregionale Ausstrahlung

Deutschland: Christustag 2014 wird größter evangelischer Gottesdienst

20.000 Besucher erwartet – Bischof July hofft auf überregionale Ausstrahlung

Stuttgart (idea) – Deutschlands größter evangelischer Gottesdienst im nächsten Jahr wird in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena stattfinden. Zum „Christustag“ am 19. Juni werden mehr als 20.000 Besucher erwartet. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) hofft auf eine große Ausstrahlung über Stuttgart hinaus. Der Tag solle deutlich machen, dass in einer Kirche der Vielfalt Jesus Christus Grund und Eckstein sei und dass auf diesem Fundament Leben und Glauben gestaltet würden. Hauptorganisatoren sind die Deutsche Evangelische Allianz, der CVJM-Gesamtverband, der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) und die württembergische Christus-Bewegung „Lebendige Gemeinde“. Sie führt seit 1956 am katholischen Fronleichnamsfest Glaubens- und Bibelkonferenzen durch. Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben auch einen „Vorgeschmack auf die Gastgeberqualitäten“ Stuttgarts geben. Ein Jahr später kommt der Deutsche Evangelische Kirchentag mit voraussichtlich mehr als 100.000 Teilnehmern in die Schwabenmetropole. Für den Allianz-Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart), der bereits an den Vorgängern des Christustages 2014 – den bundesweiten „Gemeindetagen unter dem Wort“ – mitwirkte, sind die Treffen in großen Stadien ein prägendes Erlebnis. Der Blick über den Gemeindehorizont und der „unüberhörbar laute Schrei für Jesus“ hätten ihn gelehrt, „dass Gottes Familie in dieser Welt groß ist und dass wir Licht und Salz in dieser Welt sein können, wenn wir zusammenstehen“. Was für Fußballfans die Teilnahme am Pokal-Endspiel sei, sollte für Christen die Teilnahme am Christustag 2014 sein.

Mit Käßmann und Kauder

Zwei prominente Redner stehen bereits fest: Die Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann (Berlin), wird ein Grußwort sprechen, und der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hält einen Kurzvortrag über Christenverfolgung. Außerdem sind Referenten aus anderen Kulturkreisen eingeladen. Der Geschäftsmann und Theologe James Kim Chin Kyung aus Südkorea wird die Predigt am Vormittag halten. Der Leiter des brasilianischen Missionsbundes COMIBAM, Decio de Carvalho, vertritt die stark wachsenden Kirchen in Südamerika. Über Christen, die unter Verfolgung leiden, informiert Maggie Gobran, die sich als „Mutter Teresa von Kairo“ um Müllkinder in der ägyptischen Hauptstadt kümmert.

Grundsätze für den Herzschlag der Kirche

Dem Vorsitzenden des Veranstalterkreises, Dekan Ralf Albrecht (Nagold/Nordschwarzwald), zufolge soll der Tag „biblische Kernbotschaften neu greifbar und erlebbar machen“. Die auf Martin Luther (1483-1546) zurückgehenden Grundsätze „Allein durch Christus, allein durch Gnade, allein durch die Schrift und allein durch den Glauben“ bildeten immer noch den Herzschlag der Kirche. Jeder Besucher werde erleben, dass er „Teil der Geschichte Gottes mit den Menschen ist“.