09.12.2013
Libyen: Christlicher US-Lehrer ermordet
Ronnie Smith wollte zu Frieden und Wohlstand beitragen
Bengasi (idea) – In Libyen ist ein christlicher Lehrer aus den USA ermordet worden. Der 33 Jahre alte Ronnie Smith gab Chemie-Unterricht an der Internationalen Schule von Bengasi. Er wurde am 5. Dezember beim Joggen von zwei Männern in einem Jeep erschossen. Vermutlich handelte es sich um muslimische Extremisten. Smith war seit etwa eineinhalb Jahren in Libyen tätig. Er hinterlässt seine Frau Anita und seinen Sohn Josea. Sie waren vorzeitig in ihre Heimat nach Texas zurückgekehrt. Die Familie gehörte zur evangelikalen „Stone Community Church“ in Austin. Gemeindepastor Dave Barrett sagte, Smiths größter Wunsch sei es gewesen, zu Frieden und Wohlstand in Libyen beitragen zu können. Von den 6,4 Millionen meist muslimischen Einwohnern des nordafrikanischen Landes waren vor dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi (1942-2011) nach Schätzungen zwischen 80.000 und 170.000 Christen. Meist handelte es sich um Ausländer, vor allem Ägypter, Italiener und Griechen. Wegen der Unruhen und dem Erstarken radikal-islamischer Kräfte sind die meisten ins Ausland geflohen.