23.12.2013

Weltweit: Inhaftierte Christen nicht vergessen!

Allein in Nordkorea befinden sich mindestens 30.000 in Straflagern

Weltweit: Inhaftierte Christen nicht vergessen!

Allein in Nordkorea befinden sich mindestens 30.000 in Straflagern

Frankfurt am Main (idea) – Während in Deutschland Weihnachten mit festlichen Gottesdiensten, Bescherung und üppigem Essen gefeiert wird, müssen viele verfolgte Christen das Fest der Geburt Christi hinter Gittern verbringen. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main). Es sei „überfällig“, dass die entsprechenden Staaten das Menschenrecht auf Religionsfreiheit beachten und Betroffene freilassen. Die meisten inhaftierten Christen gebe es nach wie vor in Ländern mit kommunistischer Herrschaft. So wird geschätzt, dass sich unter den rund 200.000 Insassen von Straflagern in Nordkorea mindestens 30.000 Christen befinden. Sie gelten als Staatsfeinde, weil sie Gott verehren und nicht die Herrscher-Dynastie. Auch in der Volksrepublik China und in Vietnam sind eine Reihe von Christen inhaftiert oder stehen unter Hausarrest. Zu ihnen gehört der vietnamesische Pastor Nguyen Trung Ton – Mitarbeiter einer staatlich nicht anerkannten evangelischen Hauskirche. Er war im Dezember 2011 zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden.

Eritrea: Rund 1.500 Christen in Haft

Im nordostafrikanischen Eritrea werden nach Schätzungen rund 1.500 – meist freikirchliche – Christen gefangen gehalten. Das neomarxistische Regime erkennt außer dem Islam nur die eritreisch-orthodoxe, die katholische und die lutherische Kirche Mekane Yesus an. Mitglieder aller anderen Kirchen werden verfolgt. In Pakistan wurde die Katholikin Asia Bibi trotz wiederholter Ankündigung nicht freigelassen. Seit November 2010 sitzt sie wegen angeblicher Blasphemie in einer Todeszelle. Am 23. September hatten muslimische Terroristen einen Selbstmordanschlag auf die anglikanische Allerheiligenkirche in Peschawar verübt. Dabei kamen 127 Gottesdienstbesucher und ein muslimischer Wachmann ums Leben. Nach Angaben der IGFM sollen seither über 7.000 christliche Familien Pakistan verlassen haben – überwiegend nach Indien und Malaysia.

Iran: Immer wieder Verhaftungen von Christen

Im Iran kommt es immer wieder zu Verhaftungen von Christen aus religiösen Gründen. So sind die Protestanten Masoud Mirzaei, Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi seit August im Gefängnis. Auch in islamisch dominierten Ländern wie Ägypten, Usbekistan und im Sudan sind Christen wegen ihres Glaubens inhaftiert. Im hinduistischen Kulturkreis leiden Christen ebenfalls unter Verfolgung. So sind im Oktober in der indischen Stadt Phulbani (Bundesstaat Odisha) sieben Christen wegen angeblicher Ermordung des Hinduführers Laxmananda Saraswati im Jahr 2008 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Menschenrechtler gehen von einem religiös begründeten Fehlurteil aus. Die IGFM rechnet damit, dass es – wie in den Vorjahren – zwischen Weihnachten und Neujahr vor allem in islamischen Staaten zu Anschlägen auf Kirchen kommen könnte.