27.12.2013

Orthodoxe Kirche: Sorge um Christen in Syrien

Ökumenischer Patriarch erwartet mehr Unterstützung für Familien

Orthodoxe Kirche: Sorge um Christen in Syrien

Ökumenischer Patriarch erwartet mehr Unterstützung für Familien

Bartholomäus I.: Gott will die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau

Istanbul (idea) – Das Ehrenoberhaupt von weltweit rund 300 Millionen orthodoxen Christen, der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. (Istanbul), erwartet mehr Unterstützung für Familien. Dabei sei das biblische Menschenbild maßgeblich, wonach Gott die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau als „Keimzelle des Lebens“ und Quelle einer „seelisch und körperlich gesunden Entwicklung“ der Kinder wolle. Das erklärte der Patriarch in seiner Weihnachtsbotschaft. Deshalb sei es die Schuldigkeit der Kirche, aber auch „die Pflicht der Regierung jedes Volkes“, die Institution der Familie auf vielfältige Weise zu stärken: „Wir sind uns sicher, dass alle geistlichen und kirchlichen Oberhäupter, wie einst die Hirten auf dem Feld, aber auch die Mächtigen der Welt die göttliche Wahrheit und Wirklichkeit kennen und anerkennen.“ In Familien, die Gott gefielen, könnten Kinder mit einem Gefühl der Sicherheit aufwachsen. Sie erlebten den „Schutz durch einen starken und schützenden Vater und eine liebende und sorgende Mutter“.

Sorge um Christen in Syrien

Bartholomäus I. erinnerte auch daran, dass in vielen Länden Christen verfolgt würden. Als bedrängendes Beispiel nannte er Syrien. Dort werde Christus „mit denen gekreuzigt, die gequält und ermordet werden, weil sie den Glauben an Ihn nicht verraten wollen“. Von den beiden am 22. April verschleppten syrischen Erzbischöfen Mor Gregorios Yohanna Ibrahim von der syrisch-orthodoxen Kirche und Boulos Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche gebe es immer noch keine Spur. 2013 Jahre nach seiner Geburt sei Christus ein Flüchtling, der im Libanon, in Europa und Amerika Schutz suche. Christus werde aber auch verhöhnt und geschmäht in der Person jener Kinder, die nicht geboren werden dürften oder die unter Not und Armut litten.

Zwei Termine für Weihnachten

In der orthodoxen Christenheit wird Weihnachten an zwei verschiedenen Terminen gefeiert. Das Ökumenische Patriarchat sowie die Kirchen in Griechenland, Rumänien und Bulgarien orientieren sich am Gregorianischen Kalender und begehen das Christfest am 25. und 26. Dezember. Die russisch- und die serbisch-orthodoxe Kirche sowie die orthodoxen Kirchen im Heiligen Land und die altorientalischen Kirchen richten sich nach dem Julianischen Kalender, der Weihnachten auf den 6. und 7. Januar festlegt.