01.07.2013

Nordkorea: Kampagne für Menschenrechte

IGFM: Kim-Regime in Verantwortung nehmen

Nordkorea: Kampagne für Menschenrechte

IGFM: Kim-Regime in Verantwortung nehmen

Frankfurt am Main (1. Juli 2013) – Am Mittwoch, den 3. Juli fällt der Startschuss für die deutschlandweite Nordkorea-Kampagne der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Das Kim-Regime beherrscht einen der repressivsten und abgeschlossensten Staaten der Welt. Internationale Schutzabkommen und Menschenrechte haben für die diktatorisch agierenden Machthaber keine Bedeutung. Bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember 2013, wird die IGFM an 30 Standorten auf die täglichen Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea aufmerksam machen. Zu diesem Anlass werden Mahnwachen, Kinopräsentationen sowie virtuelle Aktionen organisiert. 

"30 Städte sind 30 Aktionen für Menschenrechte", so Martin Lessenthin, Sprecher des IGFM Vorstands. "Bis zu 200 000 Menschen sind in Straflagern interniert. Folterungen und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Dies dürfen wir nicht länger hinnehmen. Selbst wenn die Nuklearfrage einmal gelöst sein sollte, dürfen wir die Menschenrechte nicht vergessen." Und so lenken deutschlandweit IGFM-Unterstützer im Rahmen der Aktionstage die öffentliche Wahrnehmung auf die in Nordkorea stattfindenden Menschenrechtsverletzungen. Durch ihre neue Kampagne bezieht die IGFM deutlich Stellung für Menschenrechte und fordert die internationale Öffentlichkeit auf, dies auch zu tun.

Profit nicht über Menschenrechte stellenZahlreiche deutsche Unternehmen nutzen den Produktionsstandort Nordkorea für günstige Herstellung ihrer Produkte. Die IGFM kritisiert diese Geschäfte mit dem Kim-Regime und appelliert daher besonders an die Firmen, die Menschenrechte in Nordkorea deutlich einzufordern. "Solange Unternehmer Profit über Menschenrechte stellen, billige Produktionsbedingungen nutzen, ohne sich ihre soziale Verantwortung bewusst zu machen, kann das Kim-Regime weiter agieren, und Menschenrechte verletzen", so Martin Lessenthin. Menschenrechte dürften nicht auf dem Altar nuklearer Fragen und wirtschaftlicher Interessen geopfert werden. 

Gefangen in Nordkorea: "Camp 14 - Total Control Zone"
Am Mittwoch, den 3 Juli, findet der Auftakt der Kampagne in der Menschenrechtsstadt Nürnberg statt. Auf eine IGFM-Mahnwache in der Nürnberger Innenstadt folgt der Film "Camp 14 - Total Control Zone", welchen die IGFM in Kooperation mit dem Filmhaus KunstKulturQuartier  zeigt. Der Film stellt den dramatischen Lebensweg von Shin Dong-Hyuk dar, der als Kind zweier Häftlinge in dem nordkoreanischen Zwangsarbeitslager Camp 14 geboren wurde und im Alter von 23 Jahren flüchten konnte. In Anschluss des Films stehen Frau Andrea Kuhn, Leiterin des Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte, sowie Mitarbeiter der IGFM für eine Diskussion bereit.

Quelle: IGFM

Terminhinweise zu Nordkoreanischen Menschenrechtstagen:

www.igfm.de/veranstaltungen/igfm-infostaende-und-mahnwachen/

Virtuelle Demonstrationen in Pjöngjang:http://www.unsilence.de