05.06.2013
Deutschland: Wichtigkeit des Religionsunterrichts
Fachtagung in Niedersachsen: Das Schulfach macht fähig zum Dialog
Deutschland: Wichtigkeit des Religionsunterrichts
Fachtagung in Niedersachsen: Das Schulfach macht fähig zum Dialog
Hannover (idea) – An den Schulen lernen zunehmend nicht nur junge Kirchenmitglieder zusammen, sondern auch Anhänger anderer Religionen und Konfessionslose. In dieser Situation werde der konfessionelle Religionsunterricht immer wichtiger, erklärte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister – auch Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen – bei einer Fachtagung am 3. Juni in Hannover. Dazu hatten die evangelischen und katholischen Bischöfe sowie die für Theologie und Religion zuständigen Professoren des Bundeslandes eingeladen. Weitere Gesprächspartner waren Vertreter für den islamischen und jüdischen Religionsunterricht sowie das Fach „Werte und Normen/Philosophie“. Wie Meister und der katholische Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück) gemeinsam erklärten, werde mit wachsender religiöser und weltanschaulicher Vielfalt die Aufgabe noch bedeutsamer, junge Menschen in religiösen Fragen auskunfts- und urteilsfähig zu machen. Die evangelisch-katholische Zusammenarbeit beim konfessionell-kooperativen Religionsunterricht sei eine Antwort auf diese Herausforderung. Meister betonte, dass der christliche Religionsunterricht zur Stärkung des multireligiösen Dialogs sowie zur Erziehung zu einem ethisch verantwortlichen Handeln beitrage: „Nur wer die eigene Position kennt und sich mit ihr auseinandersetzt, kann mit fremden Religionen und ethischen Haltungen offen umgehen.“ Die Schulbevollmächtigte der Konföderation, Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track (Hannover), stellte fest, dass alle Tagungsteilnehmer ein Herausdrängen des Religionsunterrichts aus der Schule ablehnten. Vielmehr müsse die Zusammenarbeit zwischen Konfessionen, Religionen und dem Fach „Werte und Normen/Philosophie“ verstärkt werden.