08.06.2013
Südsudan: Priester verhaftet
Zwei Priester der Presbyterianischen Kirche seit dem 19. Mai illegal in Haft
Südsudan: Priester verhaftet
Zwei Priester der Presbyterianischen Kirche seit dem 19. Mai illegal in Haft
Juba (Fidesdienst) – Zwei Pastoren der presbyterianischen Kirche werden von den südsudanesischen Behörden seit dem 19. Mai illegal inhaftiert. Jeder Kontakt mit Angehörigen und Anwälten ist ihnen untersagt.
Dies teilt die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ mit, die befürchtet dass die beiden Männer, Rev. Idris Nalos Kida und dessen Praktikant David Gayin, auch misshandelt oder gefoltert werden.
Wie aus der Verlautbarung hervorgeht, wurden Augenzeugen befragt, die berichten, dass am 19. Mai um acht Uhr abends Polizeibeamte in die Wohnung des Priester eintraten und dabei in die Luft schossen. Der Priester soll zunächst verprügelt und danach festgenommen worden sein. Die Polizei beschlagnahmte in der Wohnung Mobiltelefone, Computer und Dokumente. Um zehn Uhr drangen Polizisten auch in die Wohnung des Praktikanten ein und nahmen diesen ebenfalls fest.
Es ist nicht bekannt, welche Anklage gegen die Pastoren erhoben wurde und wo sie festgehalten werden. Die Verfassung des Landes sieht vor, dass eine Untersuchungshaft ohne richterlichen Haftbefehl nicht länger als 24 Stunden dauern darf.
Die Festnahme und die Haft der beiden Religionsvertreter sei deshalb illegal, so Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation fordert deshalb von den Behörden eine formelle Anklageschrift und oder andernfalls die Freilassung.
Die presbyterianische Kirche ist die drittgrößte Glaubensgemeinschaft im Südsudan. Seit längerer Zeit kommt es im Südsudan immer wieder zu willkürlichen Festnahmen von Journalisten, Menschenrechtskämpfern und Oppositionellen. (LM)
Am zweiten Jahrestag des Kriegsbeginns nimmt die sudanesische Luftwaffe die Nuba-Berge unter Beschuss
Khartum (Fidesdienst) – Zwei Flugzeuge der sudanesischen Luftwaffe nahmen das Dorf Kauda in den Nubabergen mit insgesamt vier Bomben unter Beschuss.
Dies berichtet das Sudan Catholic Radio Network, das auch mitteilt, dass es bei dem Angriff, der am 6. Juni in der Nähe der Start- und Landebahn des örtlichen Flughafens keine Opfer gegeben haben soll.
Der Radiosender betont auch, dass der Luftangriff genau einen Tag nach dem zweiten Jahrestag des Konflikts im südsudanesischen Staat Südkordofan verübt wurde. Die Sudanesische Befreiungsarmee Nord (SPLA-N) begann den Konflikt am 5. Juni 2011 nach der Beanstandung der Gouverneurs-Wahlen im Staat, aus denen Ahmend Haroun als Sieger hervorging.
Wie Beobachter gegenüber dem Sudan Catholic Radio Network berichten sollen die sudanesischen Kampflugzeuge eine mögliche Feier der SPLA-N anlässlich des zweiten Jahrestages der der Aufstände verhindern wollten.
Die zwei Kriegsjahre brachten verheerende Folgen für die Einwohner der Nuba-Berge mit sich, wo Unsicherheit, Hunger und Todesgefahr dazu führten, dass rund 70.000 Menschen Zuflucht in Yida im Südsudan suchten. (LM)