20.06.2013

Deutschland: Zentrum für Islamische Studien eröffnet

(AKREF/20.6.13) Wie sehen unsere Nachbarländer uns?
Die News von ref.ch berichten, dass der Islam mittlerweile einen festen Platz an deutschen Hochschulen hat. Am 19. Juni wurde in Frankfurt das von den Universitäten Frankfurt und Gießen begründete Zentrum für Islamische Studien eröffnet.
Damit werden Professuren für Koran-Auslegung, für Islamische Ideengeschichte und für Kultur und Gesellschaft des Islam vereint. Ähnliche Zentren gibt es bereits an den Universitäten Tübingen, Münster/Osnabrück und Erlangen/Nürnberg.
Für diese von einem Gutachtergremium ausgewählten vier Zentren hat das deutsche Bundesbildungsministerium insgesamt rund 20 Millionen Euro an Fördermitteln, verteilt auf fünf Jahre, bereitgestellt berichtet ref.ch. Wir erinnern uns: Als erstes nahm die Universität Tübingen im Oktober 2011 den Lehrbetrieb auf. Es folgten Münster/Osnabrück und Frankfurt/Gießen im Wintersemester 2011/12, danach kam die Universität Erlangen-Nürnberg im Oktober 2012.
An allen vier Zentren werden künftig islamisch-theologische Nachwuchswissenschaftler, in der Sozial- und Gemeindearbeit tätige Personen, Religionslehrer sowie Religionsgelehrte unter anderem für Moscheen ausgebildet.
Was war denn der Anlass? Den Impuls für die Gründung der Zentren hatte der Wissenschaftsrat 2010 gegeben, heißt es in der Begründung des Beratergremium damals:  «Der moderne säkulare Rechtsstaat hat ein vitales Interesse daran, religiöse Orientierungen seiner Bürger für die Stabilität und Weiterentwicklung des Gemeinwesens fruchtbar zu machen».
Quelle: ref.ch News/kipa