24.06.2013

Kasachstan: Christen werden unterdrückt

Beten wir für unsere Brüder und Schwestern in Kasachstan, die unter einem immer größer werdenden Schatten der Unterdrückung leben. Der Präsident des Landes, Nursultan Nasarbajew, behauptete am 17. April, dass Religionsfreiheit im Land „vollkommen gesichert“ sei. Tatsächlich sind christliche Aktivitäten jedoch bereits erheblich eingeschränkt. Überfälle auf Gottesdienste und die Zensur von christlicher Literatur halten an.

Menschenrechtsverteidiger und religiösen Gruppierungen sind zum Schluss gekommen, dass religiöse Redefreiheit in Kasachstan nicht existiert. Die staatliche Religionsbehörde hat die Bürger angewiesen, alle Personen, die öffentlich über ihren Glauben sprechen, bei der Polizei zu melden. Das neu vorgeschlagene Strafgesetzbuch, das noch vor Ende des Jahres vor das Parlament kommt, sieht eine maximale Strafe von vier Monaten Gefängnis für Personen vor, die ihren Glauben öffentlich bekannt machen.

Im März und April führte die Regierung in vier Kirchen Razzien während der Gottesdienste durch. Drei der Razzien fanden in nicht-registrierte Kirchen statt und die Pastoren und Gemeindemitglieder erhielten alle hohe Geldstrafen.

Eine Razzia, die während des Ostergottesdiensts in einem Privathaus in Zhaskent stattfand, war so aufreibend für ein älteres Gemeindemitglied, dass sie anschließend einen Herzinfarkt erlitt. Sie schrieb den Infarkt dem Überfalls und dem anschließenden sechsstündigen Verhör zu, dem alle Gemeindemitglieder ausgesetzt wurden. Die vierte Razzia fand in einer offiziell registrierten Kirche statt. Einem Pastor, der als Gastprediger zu Besuch war, wurde gesagt, dass er vor seiner Predigt eine staatliche Bewilligung hätte einholen sollen.

Obwohl ein Gerichtsurteil, das die Zerstörung von 121 Titeln christlicher Literatur angeordnet hatte kürzlich aufgehoben wurde, hat die Anzahl konfiszierter religiöser Literatur zugenommen. Christliche Bücher gehören zu den am meisten gefährdeten Büchern.

Beten wir, dass der Herr sein Volk in Kasachstan stärkt, damit sie trotz der intensiven Opposition gegen das Christentum fest an ihrem Glauben festhalten. Bitten wir, dass die zunehmende Intoleranz der Regierung gegenüber christlichen Aktivitäten wieder abnimmt und dass der Herr all denen, denen aufgrund ihres Glaubens strafrechtliche Maßnahmen auferlegt  wurden, beisteht.

Quelle: barnabasfund.org