19.03.2013
Großbritannien: Job von Atheisten verweigert
Wer bisher glaubt, aktive Diskriminierung von Christen gäbe es nur in Ägypten, China oder Pakistan, der sei hier erneut eines besseren belehrt: ein lokaler Arbeitgeber veweigerte einem Britischen Designer den Job mit der Begründung, sein atheistischer Stab könne nicht mit einem Christen zusammenarbeiten.
Großbritannien, ein Land, dessen staatlicher Nachrichtensender sich bereits offen zur Ungleichbehandlung der verschiedenen Religionen bekennt (zum Nachteil des Christentums natürlich) ist in einem bedenklichen Zustand, wie auch der jüngste Fall aus der Nähe von Colchester wieder zu beweisen scheint:
Grafik-Designer Jamie Haxby ist ein bekennender Christ, der wohl auch schon aktiv für Gemeinden in seiner Heimat tätig geworden ist. Als Selbständiger bewarb er sich im vergangenen Jahr um einen Job beim “Preston Hall Hotel”, einem Landgasthaus in der Nähe von Colchester. Dort wurden Mitarbeiter im Bereich des Marketings und der aktiven PR gesucht. Am 04. Dezember 2012 hatte er dort ein Vorstellungsgespräch, das aber leider in eine sehr unschöne Richtung verlief. Er wurde zu seinem persönlichen Glauben befragt. Nach deutschem Recht wäre dies in dieser Situation zwar illegal, aber wer des Öfteren in der Verlegenheit war, sich potentiellen Arbeitgeben präsentieren zu müssen, der kennt ähnlich “knifflige” Situationen auch aus unserem Land. Im Zweifelsfalle wird der Arbeitgeber immer alle Vorwürfe von Diskriminierung, sei es religiöser oder sexueller Natur, wegen des Aussehens oder der Hautfarbe, abstreiten, solange er einen “adäquaten” Kandidaten dann auch eingestellt hat. Die Praxis des Arbeitslebens ist eben so, ob wir es mögen oder nicht.
Dennoch ist die offene Frage nach der religiösen Überzeugung schon ein wenig merkwürdig und dies auch nicht ohne Grund. Die Personal-Beauftragte des “Preston Hall Hotels”, Frau Celie Parker, fragte den Bewerber Haxby jedenfalls GANZ DIREKT, ob er Christ sei und nach dessen aktivem Bejahen wurde er abgelehnt. Mit der ebenso offenen Begründung, dass viele Mitarbeiter des Hotels Atheisten seien, denen eine Zusammenarbeit mit Jamie Haxby nicht zugemutet werden könne. Nun, alle wirklich wiedergeborenen und aktiven Christen kennen das: wenn wir nach unserem Glauben befragt werden, können wir nicht schweigen. Es geht uns sozusagen “der Mund über” von dem, was wir über Gottes Güte wissen. Lügen können wir auch nicht, weil wir damit den Heiligen Geist in uns betrüben und verleugnen würden. Und so ging es wohl auch Herrn Haxby, weshalb er wohl prompt “in die Falle” seiner Gesprächspartnerin laufen musste.
So hat er dann eine friedlich-schiedliche Konsens-Lösung mit dem “Preston Hall Hotel” gesucht, die ihm aber von dieser Seite verweigert wurde. Nun geht die ganze Angelegenheit vor ein britisches Arbeitsgericht. Mal gucken, ob wir in Erfahrung bringen werden, wie der Fall ausgeht. Theoretisch hat man ja als Arbeitgeber volle “Vertragsfreiheit”, kann also unabhängig darüber entscheiden, wen man einstellt oder auch nicht; ob aber das vermutlich tatsächlich eingestandene Verweigern einer Stelle für einen qualifizierten Bewerber aufgrund von dessen Religion sich mit europäischem und selbst mit britischem Recht vereinbaren lässt, darf zumindest angezweifelt werden.
Quelle: “charisma news” vom 18. März 2013 übersetzt und kommentiert von Berliner Gebetskreis