25.03.2013
Deutschland: Eberhard Troeger wird 75
Der Vater Jesu Christi ist nicht der Allah Muhammeds
Wiehl (idea) – Einer der führenden evangelikalen Islam-Kenner in Deutschland, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach), feiert am 22. März seinen 75. Geburtstag. Der gebürtige Berliner leitete von 1975 bis 1998 die Evangeliumsgemeinschaft Mittlerer Osten (EMO) mit Sitz in Wiesbaden. Davor hatte er neun Jahre Auslandserfahrungen im Missionsdienst in Ägypten gesammelt. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2003 engagierte er sich bei der EMO im Reise-, Vortrags- und Lehrdienst. Troeger ist nach wie vor ein gefragter Ansprechpartner und Referent zum Thema Islam. Er hält es für die Pflicht der Kirchen, Muslimen den christlichen Glauben zu bezeugen. Er lehnt die Vorstellung ab, dass Judentum, Christentum und Islam gemeinsam auf den Stammvater Abraham zurückgehen. Er sei keineswegs der gemeinsame ‚Ahnherr‘ und eigne sich noch viel weniger als ‚gemeinsamer Nenner‘ im Glauben. Troeger zufolge sind das biblische und das koranische Verständnis von Gott nicht harmonisierbar. „Wenn Bibel und Koran ernstgenommen werden, kann der Gott Israels und Vater von Jesus Christus nicht der Allah Muhammeds und des Koran sein“, schrieb er 2010 in einem Beitrag für das Wochenmagazin „ideaSpektrum“. Er warnt ferner vor einer Idealisierung des Islam: „Nicht nur islamische Fundamentalisten und Extremisten befürworten eine Islamisierung Deutschlands.“ Troeger veröffentlichte mehrere Bücher, darunter „Der Islam: Was Christen wissen sollten“ (Brockhaus, Wuppertal 2002) und „Der Islam bei uns: Ängste und Erwartungen zwischen Christen und Muslimen (Brunnen, Gießen 2007). Für sein 1996 erschienenes Buch „Kreuz und Halbmond: Was Christen vom Islam wissen sollten“ (Brockhaus, Wuppertal) erhielt er 1997 den George-W.-Peters-Preis des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie. Troeger hat mit seiner Ehefrau Brigitte fünf erwachsene Kinder.