04.05.2013
Aserbaidschan: Hohe Geldstrafen widerrufen
Beten und internationale Aufmerksamkeit helfen
Die Berufung von zwei Baptisten im Bezirk Zakatala im Nordosten Aserbaidschans , Pastor Zaur Balaev und Hinayat Shabanova, gegen die über sie verhängten hohen Geldstrafen war erfolgreich. (siehe AKREF: Aserbaidschan: Hohe Geldstrafen für Baptisten vom 05.04.2013 - Anmerkung der Red. AKREF)
Die wegen der Teilnahme an Versammlungen einer nicht registrierten Baptistengemeinde in ihrem Heimatort Aliabad ausgesprochenen Strafen wurden im Berufungsverfahren widerrufen. Doch die Einschränkung der Religionsfreiheit geht weiter. Das staatliche Komitee für die Arbeit mit religiösen Organisationen hat angekündigt, dass es eine Liste verbotener Bücher veröffentlichen werde, ohne jedoch ein Datum für das Erscheinen der Liste anzugeben. Präsident Ilham Aliev hat weitere Änderungen des Religionsgesetzes genehmigt, durch die eingeschränkt wird, wo religiöse Literatur und Objekte verkauft werden dürfen, die überdies mit speziellen Aufklebern gekennzeichnet werden müssen, bevor sie verkauft werden. Religiöse Literatur wird oft bei Razzien bei Gottesdiensten oder religiösen Versammlungen beschlagnahmt, ebenso bei der Einreise an Grenzübergängen. Weiters wurde Besorgnis über ein Schulbuch geäußert, das bestimmte Glaubensrichtungen herabsetzt.
Quelle: Forum 18, Oslo
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA