19.11.2013

Russland: Trauer um Tote bei Flugzeugabsturz

Beileidsschreiben an Tatarstans Präsident Rustam Minnichanow

Russland: Trauer um Tote bei Flugzeugabsturz

Beileidsschreiben an Tatarstans Präsident Rustam Minnichanow

Kasan (idea) – Der Flugzeugabsturz in der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, Kasan, bewegt auch die dortige Evangelisch-Lutherische Gemeinde. Bei dem Unglück am 17. November kamen alle 50 Insassen ums Leben. Darunter befand sich auch der Sohn des Präsidenten Tatarstans, Rustam Minnichanow. Der 25 Jahre alte Irek Minnichanow war ohne seine Ehefrau Antonia nach Moskau geflogen, um der Schwangeren die strapaziöse Reise zu ersparen. Der lutherische Propst von Tatarstan, Christian Herrmann, und die Vorsitzende des Kirchengemeinderates von Kasan, Ludmilla Pankratova, richteten ein Beileidsschreiben an den Präsidenten. Darin äußern sie ihre Anteilnahme „in dieser Stunde einer nationalen Katastrophe und Ihrer persönlichen schmerzlichen Trauer“. Zugleich versichern die Kirchenvertreter, dass in den Gottesdiensten der Opfer gedacht und für die betroffenen Familien und Freunde gebetet wird. Die autonome Republik im östlichen Teil des europäischen Russland ist islamisch geprägt. Etwa die Hälfte der 3,8 Millionen Einwohner sind Muslime, 42 Prozent gehören zur russisch-orthodoxen Kirche. Zur lutherischen Gemeinde zählen sich knapp 500 Personen. Herrmann ist seit 1999 in Kasan tätig, seit 2001 als Propst. Zuvor war er Inspektor des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Pfalz.