28.11.2013
Deutschland: Koalitionsvertrag
Die Meinungen in den Kirchen sind geteilt
Evangelische Allianz würdigt Einsatz für Religionsfreiheit
(idea Auszug) Der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake, äußert sich dankbar darüber, dass dem Christentum ein eigenes gesellschaftspolitisches Gewicht zugemessen werde. Im außenpolitischen Teil der Vereinbarung bleibe der Einsatz für die weltweite Beachtung der Religionsfreiheit bestehen. Damit werde fortgesetzt, was die christlich-liberale Regierung begonnen habe: „Hier ist stark die Handschrift von Volker Kauder zu spüren.“ Er ist Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zum arabischen Raum heißt es in dem Vertrag: „Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Lage der Christen und anderer religiöser und ethnischer Minderheiten in Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten nach dem Sturz der autoritären Regime sich zum Schlechteren entwickelt.“ Baake vermisst nach eigenen Worten die Erwähnung von Ländern wie Nordkorea und Vietnam, „in denen zum Teil schlimmste Christenverfolgung stattfindet“. Zur Aussage in dem Vertrag, dass die Koalition „Ehe und Familie stärken“ will, äußert der Beauftragte die Hoffnung, dass die inhaltliche Bedeutung dieser Begriffe „nicht weiter aufgeweicht wird“.