30.11.2013
Armenien: Zivildienstanträge verschwunden
Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen aus dem Gefängnis entlassen
Armenien: Zivildienstanträge verschwunden
Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen aus dem Gefängnis entlassen
In Armenien wurden nunmehr alle wegen Wehrdienstverweigerung zu Haftstrafen verurteilten jungen Männer aus dem Gefängnis entlassen. Seit 1993 waren insgesamt etwa 450 Personen, die meisten von ihnen Zeugen Jehovas, sowie ein Angehöriger einer russischen protestantischen Kirche, wegen Wehrdienstverweigerung in Haft. Kürzlich wurden auch 72 Anträge auf Ableistung des neu eingeführten zivilen Wehrersatzdienstes genehmigt.
Allerdings sind 41 weitere Anträge an den Wehrersatzdienstausschuss der Regierung angeblich nicht bei dem Ausschuss eingegangen. Gegen 12 der davon Betroffenen wurden Strafverfahren eingeleitet und ihnen die Pässe abgenommen. Das bedeutet unter anderem, dass sie nicht ins Ausland reisen, aber auch nicht legal arbeiten oder heiraten können.
Artur Sogomonyan, der Sekretär des Wehrersatzdienstausschusses bestand gegenüber Forum 18 jedoch darauf, dass keine Anträge verloren gegangen sind.
Quelle: Forum 18, Oslo
Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA