12.04.2014
Österreich: Die Vandalismusserie in Wiens Kirchen hat die Aufmerksamkeit auf die Menge sakraler Kunst gelenkt, die dort lagert. Wie die Erzdiözese Wien seit 15 Jahren daran arbeitet, sie zu erfassen.
Ein Priester, der über eine abgeblätterte Goldverzierung mit billiger Farbe aus dem Baumarkt gestrichen hat. Mesner, die mit scharfen Hausmitteln versuchen, jahrhundertealte Bilderrahmen sauber zu bekommen. Und ja, auch die Verwüstungen, die ein 37-jähriger in den vergangenen Wochen in sechs Wiener Kirchen angerichtet hat, der Gips-, Stein- und Holzstatuen zertrümmert oder verstümmelt hat – und deswegen jetzt in Untersuchungshaft sitzt: Elena Holzhausen hat schon viel erlebt, seit sie 2009 ihr Amt als Diözesankonservatorin angetreten hat. Kleine Katastrophen und ganz große – und vor allem: die Bürokratie, die mit der größten kunsthistorischen Inventur des Landes einhergeht.
Quelle: von Georg Renner (Die Presse)
Weiterlesen: http://diepresse.com/home/panorama/religion/index.do