21.04.2014

Deutschland: Berlin auch Hauptstadt der Religionen

Berlin (idea) – Protestanten stellen in Berlin nach wie vor die größte Religionsgemeinschaft. Das geht aus dem Projekt „So glaubt Berlin“ (www.soglaubtberlin.de) hervor, das die Evangelische Journalistenschule Berlin in Zusammenarbeit mit der Zeitung „Der Tagesspiegel“ initiiert hat. Demnach sind laut Statistik 705.510 Bürger evangelisch, wenngleich mit abnehmender Tendenz. Die zweitstärkste Gruppe bilden mit 301.471 Mitgliedern die Katholiken, gefolgt von Muslimen (249.000) und Anhängern anderer christlicher Gruppierungen (204.650), wozu Freikirchen und orthodoxe Kirchen gezählt werden. Deren Gemeinden wachsen. Waren 1990 nur 43.421 Hauptstädter orthodox oder gehörten zu einer freikirchlichen Gemeinde, so sind es bei der letzten großen Erhebung 2011 bereits 204.650 gewesen. Die Jüdische Gemeinde ist nach 1990 kurzzeitig von 6.853 Mitgliedern auf über 12.000 gewachsen, schrumpft aber sei Jahren. 2011 gehörten ihr noch 10.214 Menschen an. Des weiteren leben in Berlin der Statistik zufolge rund 2.000 Aleviten, 774 Buddhisten, 300 Sikhs und 200 Hindus. Als religiös nicht gebunden bezeichneten sich 763.530 Berliner. Sie sind damit in der Minderheit. Überhaupt sprächen die Zahlen deutlich gegen das Bild vom „heidnischen“ Berlin, heißt es in der Dokumentation.