21.04.2014
Syrien: Freilassung entführter Erzbischöfe gefordert
Berlin/Aleppo (idea) – Die sofortige Freilassung zweier vor einem Jahr in Syrien entführter Kirchenleiter hat die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (Berlin), gefordert. Von dem syrisch-orthodoxen Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim, und seinem griechisch-orthodoxen Amtsbruder Boulos Yazigi fehlt seit dem 22. April 2013 jede Spur. Gerade „im Licht der Osterbotschaft wäre ihre sofortige Freilassung für die Christen in Aleppo und Syrien – aber auch für die Christen und Minderheiten im ganzen Nahen Osten – ein wichtiges Signal der Zuversicht und der Hoffnung“, erklärte Steinbach am 21. April. Bisher seien leider alle Bemühungen zur Freilassung der beiden Metropoliten ergebnislos geblieben. Man werde sich aber weiter „mit Nachdruck für ihre Freiheit einsetzen“, so Steinbach weiter. Die verschollenen Erzbischöfe waren auf dem Weg von Aleppo nach Al Mansura, um über die Freilassung eines entführten Priesters zu verhandeln. Dabei gerieten sie in einen Hinterhalt. Ihr Fahrer, ein Diakon, wurde erschossen. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt. Die Region um Aleppo ist zwischen Regierungstruppen und radikal-islamischen Rebellen umkämpft. Von den 21 Millionen Einwohnern Syriens waren vor dem Bürgerkrieg 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen, davon jeweils drei Prozent Katholiken und Orthodoxe plus kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung bestand aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.