25.04.2014
Ukraine: Provokation gegen Juden
Vor Pessach wurden nahe der Synagoge von Donezk in der Ostukraine von maskierten Männern scheinbar „offizielle“ Flugblätterverteilt. Das war eine gezielte Provokation und Propaganda, aber es zeigt, welche antisemitischen Kräfte vorhanden sind und wie Juden eingeschüchtert werden. Der Inhalt lautete in der deutschen Übersetzung:
Flugblatt an die jüdischen Bürger der „Volks-Republik Donezk“:
Im Zusammenhang mit der Unterstützung der Bandera-Junta in Kiew (Anmerkung: gemeint ist die jetzige Regierung) und der feindlichen Einstellung der jüdischen Gemeinde der Ukraine gegenüber der „Orthodoxen Volksrepublik Donezk“ und ihrer Bürger erlässt das Oberkommando der Volksrepublik Donezk folgende Anordnung:
Alle Staatsbürger jüdischer Zugehörigkeit über 16 Jahre, die auf dem Territorium der souveränen Republik Donezk leben, müssen sich bis zum 3. Mai 2014 beim geschäftsführenden Kommissar für Minderheitsangelegenheiten im Gebäude der Donezker Bezirksverwaltung, Zimmer 514, registrieren lassen. Die Registrierungsgebühr hierfür beträgt 50 US Dollar.
Es müssen zum Vermerk der Religionszugehörigkeit die Pässe mitgebracht werden. Es müssen ebenso Dokumente über den Familienbestand und über im Eigentum befindliche Immobilien und Transportmittel mitgeführt werden. Wer sich schuldhaft der Registrierung entzieht, dem wird die Staatsbürgerschaft entzogen und er wird zwangsweise unter Einziehung seines Vermögens aus dem Land verwiesen.
Ihr Volkskommissar Denis Pushilin.
Ebenezer Deutschland und AMZI