16.02.2014
Türkei: Eine allgemeine antichristliche Stimmung
Der Anteil der Christen an der Bevölkerung fiel von 22% in 1900 auf heute 0,008 % - aber er steigt langsam wieder an. Gab es in 1960 nur etwa 10 türkische und kurdische Gläubige, sind es heute mehr als 4.000. Wenn das Wachstum auch nicht so schnell ist, wie viele gehofft hatten, hat die heutige Gemeinde doch sehr an Reife zugenommen. Aber starke Vorurteile, Misstrauen und Abneigung gegenüber dem christlichen Glauben sind nach wie vor eine Barriere.
Für die meisten Einwohner heißt Türke sein, Moslem sein.
Der Druck der Familie, Einschüchterungen durch die Polizei und die Drohungen von Extremisten halten viele davon ab, sich öffentlich zu Christus zu bekennen. Eine einseitige Darstellung in den Medien und bewusste Falschinformationen über Christen sind an der Tagesordnung und heizen die antichristliche Stimmung an.
Ein Ziel der Christen ist es, in jeder der 81 Provinzen eine lebendige und wachsende Gemeinschaft von Gläubigen zu haben. In den meisten Provinzen leben einige Gläubige, aber die Mehrzahl hat noch keine lebendige Gruppe. Die Gebiete am Schwarzen Meer und das zentral anatolische Plateau sind geistlich „harter Boden“ – und die unruhigen östlichen anatolischen Provinzen besonders schwierige Gebiete.
Quelle: Operation World/deutsche Übersetzung AKREF