18.02.2014
Russland: Kein Verständnis für syrische Flüchtlinge
Festnahme eines bekannten tscherkessischen Minderheiten-Vertreters
Russland: Kein Verständnis für syrische Flüchtlinge
Festnahme eines bekannten tscherkessischen Minderheiten-Vertreters
(AKREF) "Im Schatten der Olympischen Winterspiele in Sotschi" betitelt die Gesellschaft für bedrohte Völker mit Sitz in Göttingen den Artikel auf ihrer Home Page. Sie fordert die sofortige Freilassung eines bekannten Vertreters der tscherkessischen Minderheit im Nordkaukasus, der am Freitag in Krasnodar von den russischen Sicherheitsbehörden festgenommen wurde. Der verhaftete tscherkessische Minderheiten-Vertreter Asker Sokht gilt als sogar als moderat und hat immer wieder öffentlich das Verhalten der russischen Regierung gerechtfertigt.
„Dass sogar ein Tscherkesse, der gar nicht der Opposition zugerechnet werden kann, verhaftet wird, zeigt, dass Russland gezielt gegen die ethnische Minderheit der Tscherkessen vorgeht“, kritisierte Sarah Reinke, GUS-Referentin der Gesellschaft für bedrohte Völker, am Montag in Berlin.
Sokht soll vorerst sieben Tage in Haft bleiben. Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat sich in einem Brief an den russischen Staatsanwalt gewandt.
Was ist das Vergehen von Sokht? Er hatte versucht, rund zehn Familien syrischer Flüchtlinge tscherkessischer Volkszugehörigkeit, im Nordkaukasus anzusiedeln. Russland hat selbst den hilfsbedürftigen Tscherkessen aus Syrien, die dort zu Zehntausenden zu Binnenflüchtlingen wurden, immer wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen berichtet der Verein aus Göttingen aus sicherer Quelle: Bericht von Sarah Reinke