24.02.2014

Ägypten: Weltgebetstag der Frauen

Christinnen erarbeiten Gottesdienstordnung - Wasser als Symbol der Hoffnung

Ägypten: Weltgebetstag der Frauen

Christinnen erarbeiten Gottesdienstordnung - Wasser als Symbol der Hoffnung

Stein (idea) – In rund 170 Ländern treffen sich am 7. März Frauen zu ihrem diesjährigen Weltgebetstag. Die Gottesdienstordnung dazu stammt von Christinnen in Ägypten. Sie steht unter dem Thema „Wasserströme in der Wüste“. Damit wird Bezug genommen auf die Zusage Gottes im Alten Testament: „Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen“ (Jesaja 41,18). Wie das deutsche Weltgebetstags-Komitee (Stein bei Nürnberg) mitteilt, ist Wasser ein „gefährdetes Gut“ im Wüstenstaat Ägypten. Es sei aber auch ein Symbol der Hoffnung für die dortigen Christen, die rund zehn Prozent der 83 Millionen Bürger stellen: „Immer wieder sind sie Ziel von gewaltvollen Übergriffen radikaler islamistischer Kräfte, vor allem seit dem Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft im Sommer 2013.“ Die Bitte der Autorinnen der Gebetstagsordnung sei hochaktuell: „Alle Menschen in Ägypten – christlich und muslimisch – sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen wie Wasserströme in der Wüste.“ Die Künstlerin, die das Titelbild illustriert hat, ist die ägyptische Muslimin Souad Abdelrasoul. Für sie ist es nach eigenen Worten eine Ehre, zum Weltgebetstag beizutragen, denn „Gott ist das Ziel, wie verschieden auch immer die Wege zu ihm sind“. Mit den Kollekten der Gottesdienste in Deutschland werden unter anderem zwei ägyptische Partnerorganisationen unterstützt, die sich für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen einsetzen. Beide Projekte setzten die Förderpolitik des Weltgebetstages „sehr gut“ um. Sie richte sich an Organisationen, „die einen Gender bzw. Frauenförderansatz vertreten“ und Frauen mobilisierten, sich für ihre Rechte zu engagieren, so das deutsche Komitee. Zu ihm gehören zwölf kirchliche Frauenverbände und -organisationen aus neun verschiedenen Konfessionen. Vorstandssprecherin ist Ute Hohmeier (Offenbach).